Klimaschutz – Menschenschutz

Datum: 01.04.2009 - Autor: Hans-Jörg Peter

Wir alle benutzen den Begriff des „Klimaschutz“ als Ziel unserer Bemühungen im Bereich der Energieeffizienz und der Stärkung regenerativer Energieformen. Dies ist aber in der Sache falsch und rückt das Problem auf eine verhängnisvolle Weise von uns weg.

In Wirklichkeit geht es um „Menschenschutz“, d.h. die Erhaltung von uns, dem homo sapiens. Das Klima hat nämlich schon viele, teils noch viel kurzfristigere Veränderungen, Katastrophen erlitten, als den Anstieg von CO². Der Einschlag von riesigen Meteroiten, die Verdrehung der Erdachse oder die Veränderung der Umlaufbahn um die Sonne. Jedesmal waren die Auswirkungen auf das Klima verheerend, die vorhandenen Lebensformen auf der Erde wurden mehr oder weniger vollkommen ausgelöscht – Beispiel Dinosaurier. Doch davor sowie danach gab es „Klima“, vielleicht ein anderes, aber immer wieder eines, dass Leben möglich machte.

Wir haben gelernt, dass der CO²-Gehalt in der Luft nur 0,3% ausmacht, d.h. dass jeder absolute Anstieg von CO² in der Atmosphäre relativ gesehen sehr schnell grundsätzliche Veränderungen bedeutet. Der Mensch - und andere Lebensformen - haben sich über Jahrmillionen der Evolution an dieses sensible Gefüge der Zusammensetzung der Atmosphäre und das Temperaturgleichgewicht angepasst. Geht dieses Gleichgewicht nun in relativ kurzer Zeit verloren, hat der homo sapiens nicht ausreichend Zeit sich evolutionär an die veränderte Situation anzupassen und verschwindet von unserem Globus. Es geht also nicht darum, selbstlos den Blauen Planeten von den Auswirkungen des „Irrläufers der Evolution“ zu bewahren, sondern schlicht um Arterhalt, um eine Zukunft für den Menschen überhaupt.