Hamburger Tuchhändlers. Die Trauung wurde nach protestantischem Ritus vollzogen, wenngleich Ballin nicht konvertierte. Die Ehe der Ballins blieb kinderlos. 1893 adoptierte das Ehepaar ein Waisenkind der Hamburger Choleraepidemie von 1892, Irmgard, aus der weiteren Verwandtschaft Marianne Ballins. 1888 trat Ballin aus der Fa. Morris & Co aus, sie wurde 1907 im Handelsregister gelöscht. Ab 1899 war er Generaldirektor der Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft (HAPAG) und machte aus dem Unternehmen die größte Schifffahrtslinie der Welt. Albert Ballin war ein leidenschaftlicher Patriot und musste am Ende des Ersten Weltkriegs die Zerstörung seines Lebenswerkes miterleben. Er beging am 9. November 1918, am Tag der Bekanntgabe des Thronverzichts Wilhelm II. und der Ausrufung der Republik, Suizid. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof Ohlsdorf.“