04.-05.5.2012 Internationale Passivhaustagung in Hannover

Datum: 08.05.2012 - Autor: Hans-Jörg Peter

Vom 04.-05.05.2012 fand in Hannover die 16. Internationale Passivhaustagung mit angeschlossener Messe statt. In 16 Arbeitsgruppen wurden die verschiedensten Themen von Passivhauskomponenten der Hülle und der Gebäudetechnik, Luftqualität und Lüftungsverhalten, Wohnungsbau und Nichtwohngebäude, Leuchtturmprojekte und Städtebau erörtert.

Ca. 1.000 Teilnehmer aus 50 Ländern und allen Kontinenten dieser Erde vertieften insbesondere zwei Themen: Der "Passivhaus-Qualitätsstandard in allen Klimazonen" und die "wirtschaftliche Notwendigkeit im Passivhaus-Qualitätsstandard zu bauen". Viele Wohnungsunternehmen, Stadtverwaltungen aber auch Einzelpersonen haben inzwischen erkannt, dass es zum Passivhaus-Qualitätsstandard keine wirtschaftliche Alternative gibt. Die Zeiten in denen unabhängig von den Betriebskosten ausschließlich Investitionskosten betrachtet wurden, sind längst vorbei. Lebenszykluskosten, also Investitionskosten zzgl. Betriebskosten innerhalb eines zu erwartenden Betriebszeitraumes, lassen erkennen, dass jeder minderwertigere Baustandard zu finanziellen Verlusten führt.

Hierbei ist ein starkes Nord-Süd-Gefälle innerhalb Deutschlands zu erkennen. Während Städte wie Freiburg, Heidelberg, Frankfurt, Detmold, Hannover etc. flächendeckend nur noch im PH-Qualitätsstandard bauen, um den Stadthaushalt zu schonen und die Warmmiete für ihre Bürger so gering wie möglich zu halten, rudert Hamburg zurück und wirft alle Errungenschaften der letzten 10 Jahre über Bord. Kurzsichtigkeit und Inkompetenz führen zu einem eingeschränkten Denken über das unsere südlichen Mitbürger nur den Kopf schütteln können.