Dipl.-Ing. Architekt Hans-Jörg Peter
Energieberatung Hamburg, Energieberater BAFA, Energiepass dena
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Qualitätssicherung
 

Der Erfolg Ihrer energetischen Sanierungsmaßnahme ist abhängig von einer konsequenten Qualitätssicherung von Anfang an. Neben der Wahl geeigneter Dämmsysteme und nachhaltig wirtschaftlicher Anlagentechnik sind die Planung von Wärmebrücken freien Details, die Herstellung einer ungestörten Luftdichtigkeitsebene, die Ausschreibung von Leistungen gemäß den Regeln der Technik und die kritische und unabhängige Bauleitung wesentliche Bausteine auf dem Weg zu einem Mängel freien Werk.
Nachfolgend möchten wir Sie auf einige Hilfsmittel hinweisen, die die Qualitätssicherung unterstützen.

Luftdichtigkeitsebene: Dichtungsbänder, Neoprenmannschetten

Um den energetischen Aufwand für unkontrollierte Lüftungswärmeverluste zu minimieren, ist die Gebäudehülle von außen winddicht (Winddichtigkeitsebene) und von innen luftdicht (Luftdichtigkeitsebene) nach DIN 4108 herzustellen.
 

Hierbei sind nicht nur alle Regelanschlüsse (Fenster-Wand, Wand-Sohle, Wand-Dach usw.) durch entsprechende Dichtungsbänder abzudichten sondern auch alle Durchdringungen durch die Gebäudehülle mit Neoprenmanschetten dauerhaft luftdicht herzustellen.



Quelle:
Ampack Bautechnik GmbH


Quelle:
Eisedicht
Thermo-Anemometer

Der Erfolg der Dichtigkeit der Luftdichtigkeitsebene muss während der Baumassnahme und nach deren Fertigstellung im Zuge der Luftdichtigkeitsmessung durch den Einsatz eines Thermo-Anemometer kontrolliert werden.
Luft-Dichtigkeits-Test (blower-door-Test)

- Mit der zerstörungsfreien Messmethode der Blower-Door lässt sich ohne großen Zeitaufwand die Qualität ihres Gebäudes kontrollieren. Das Druckdifferenzverfahren liefert den Wert der Luftwechselrate durch unkontrollierte Fugenlüftung und eignet sich hervorragend zum genauen Aufspüren von Leckagen in der Gebäudehülle.
- Mit dem Luftdichtheitstest können Fehler in der Luftdichtheitsebene im Handumdrehen erkannt werden.
- Noch während des Betriebs der Messeinrichtung können die sonst nur schwer aufzuspürenden Leckagen geortet und durch den Handwerker beseitigt werden. Bauschäden durch Feuchteeinwirkung infolge Luftströmung werden vermieden.
- Die Luftströmungen können mit der Hand, mit Rauch oder mit dem Thermo-Anemometer erfasst werden. Unnötige, meist teure und aufwendige Reparaturarbeiten an der Bausubstanz werden ausgeschlossen.
- Durch die Ermittlung der Luftwechselrate bei der Messung lassen sich sichere Rückschlüsse auf die tatsächliche Heizenergie durchführen.

Thermografie

Durch die Wände sehen, wünscht sich jeder. Das kann auch die Thermografie nicht leisten, aber vieles verrät sich doch dadurch, wie die sichtbare Oberfläche erwärmt oder abgekühlt wird.
Das Bild im Thermogramm wird durch das unterschiedliche Wärmeleitverhalten verschiedener Bauteile und von Einbauten und Durchdringungen bestimmt. Deshalb kann aus dem Wärmebild schnell auf das Innere darunter geschlossen werden:
- Nässe erhöht die Wärmeleitfähigkeit gegenüber den trockenen Teilen.
- Ausführungsmängel und Wärmebrücken werden sichtbar.
- Heizleitungen erwärmen die Wand lokal.
- Trinkwasserleitungen machen die Wand kühler.
- Hohlräume machen die Wand dünner. Damit ist die Wand kühler.
- Luft kühlt oder wärmt weniger als Wasser.
- Auch Einbauteile wie Holzbalken oder Stahlträger verändern die Wärmeleitung.

Unabhängige Bauleitung

Der Bauleiter ist Anwalt des Bauherrn auf der Baustelle. Sein Gewerke übergreifender Fachverstand führt das handwerkliche know-how aller Einzelfirmen zusammen und erzielt ein nachhaltig wertiges Gesamtbauwerk im Sinne des Bauherrn. Baumängel und deren wirtschaftliche Konsequenzen können nur so vermieden werden.