Energieberatung Hamburg, Energieberater BAFA, Energiepass dena
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Dipl.-Ing. Architekt Hans-Jörg Peter



Anlagentechnik
Gebäudetechnik
Ist durch die Wahl geeigneter Dämmsysteme die Gebäudehülle Ihrer Immobilie energetisch optimiert, die Transmissionswärmeverluste also minimiert und durch konsequente Qualitätssicherung in der Bauausführung eine geschlossene Luftdichtigkeitsebene hergestellt d.h. die Lüftungswärmeverluste reduziert worden, kann dieser Restenergiebedarf durch effektive und nachhaltig wirtschaftliche Anlagentechnik gedeckt werden.
Nachfolgende Übersicht will Ihnen das Spektrum alternativ möglicher Heiz- und Warmwasserbereitungssysteme aufzeigen, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das für Sie richtige System ist von vielen Parametern abhängig, von der Prognose der Energiepreisentwicklung, der baulichen und stadträumlichen Gegebenheiten sowie nicht zuletzt Ihrem persönlichen Nutzerverhalten. Wir beraten Sie auch im Rahmen einer BAFA-Vor-Ort-Beratung oder des Hamburger Energiepass gern, um für Sie die nachhaltig richtige, wirtschaftliche und energiepolitisch sinnvolle Anlagentechnik zu wählen.
Brennstoffzelle

Brennstoffzellen erzeugen gleichzeitig Wärme und Strom. Die nutzbare Energie wird durch Umwandlung von Erdgas zu Kohlendioxid und Wasserstoff freigesetzt. Bei der anschließenden Reaktion von Wasserstoff mit Luftsauerstoff entstehen Wärmeenergie und Gleichstrom. Die gewonnene Wärme kann zur Beheizung von Gebäuden verwendet werden.
Derzeit ist die Brennstoffzelle noch in der Entwicklung.



Quelle: die Brennstoffzelle
Brennwerttechnik

Brennwert-Gas- oder Öl-Heizgeräte nutzen zusätzlich zur messbaren Wärme des Abgases die im Wasserdampf enthaltene Wärme, die ansonsten durch den Schornstein verloren geht. Der Abgasverlust wird dadurch geringer, und somit verbraucht die Heizung weniger Energie.

Im Heizkessel wird der im Abgas enthaltene Wasserdampf verflüssigt, indem das Abgas über einen zweiten Wärmetauscher geführt wird. Damit der Wasserdampf kondensieren kann, wird er auf eine Temperatur abgekühlt, die unterhalb des Taupunktes liegt. Dazu wird der zweite Wärmetauscher vom Heizwasser-Rücklauf durchströmt.

Zur effektiven Nutzung des Brennwertes soll die gesamte Heizungsanlage deshalb für niedrige Systemtemperaturen (Vorlauf-/Rücklauftemperatur) ausgelegt sein.

Die erzielbaren Wirkungsgrade von Brennwert-Heizgeräten werden stets auf den Heizwert bezogen angegeben, weshalb hier rechnerische Werte von über 100% erscheinen.

Vorteile: geringe Investitionskosten, bei Gas keine Lagerung

Nachteile: Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen mit Teuerungsraten von 30%/a in den letzten Jahren
 



Quelle: Buderus
Pelletheizung (Biomasse)

Biomasseanlagen sind:
Holzpellets-Heizanlagen, Holzhackschnitzelfeuerungen, Pflanzenöl-Blockheizkraftwerke, Biogas-Anlagen



Quelle: ÖkoFen (linkes Bild)
Pelletheizungsanlagen sind vollautomatisch arbeitende und technisch ausgereifte Anlagen zur Heiz- und Brauchwasserbereitung.

Pellets werden ohne Zusatz von Bindemitteln aus Sägespänen gepresst und als Sackware oder per Tanklastzug angeliefert.

Die Bevorratung erfolgt im Haus in Form eines Sacksilos oder in einem hierfür hergerichteten Lagerraum bzw. außerhalb des Hauses in Silos aus Beton oder GFK. Der Transport erfolgt über ein Schnecken- oder Saugsystem.

Die Verbrennung der Pellets erfolgt nahezu vollständig. 1 - 2-mal jährlich ist ein Aschekasten auf dem Kompost, im Garten oder als Haushaltsmüll zu entsorgen.

Pelletheizungen gelten energetisch als CO2 neutral, da davon ausgegangen wird, dass nur CO2 freigesetzt wird, dass der Baum vorher bei der Photosynthese selbst gebunden hat, bzw. CO2 freigesetzt wird, dass bei der Verrottung des Holzes im Wald sowieso frei würde.

Vorteile: Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und deren Preissteigerungsraten

Nachteile: Investitionskosten, Lagerung
Wärmepumpe

Mit einer Wärmepumpe lässt sich Wärmeenergie aus der Umwelt nutzen, die im Erdreich, in der Umgebungsluft oder im Grundwasser gespeichert ist. Dabei wird das niedrige Temperaturniveau der Umweltwärme mit Hilfe zusätzlicher Energie (Strom) so angehoben, dass es für die Heizung nutzbar ist.

Das Funktionsprinzip beruht auf einem geschlossenen Kreislaufprozess. In der Wärmepumpe zirkuliert ein Arbeitsmittel, dessen Aggregatzustand ständig zwischen gasförmig und flüssig wechselt - ein Kühlschrank funktioniert genau umgekehrt.

Ein erdgekoppeltes Wärmepumpensystem bezieht über Erdwärmesonden rund 75% der benötigten Energie aus dem Erdreich, ohne CO2-Emissionen zu verursachen.

Eine andere Variante zur Wärmegewinnung ist ein flächenförmig verlegter Erdwärmekollektor.

Vorteile: nahezu Wartungsfrei, keine Brennstofflagerung

Nachteile: Abhängigkeit vom Strom, Einbringung der Sonden eigentlich nur im Neubauzustand möglich
 



Quelle: VdZ eV
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) - Blockheizkraftwerk (BHKW)

Eine Kraft-Wärme-Kopplung kann durch viele Technologien realisiert werden. Hauptprinzip ist dabei die dezentrale Nutzung der (gleichzeitig) bereitgestellten Elektrizität und Wärme.

Die Verbrennungskraftmaschine (Erdgas, Kohle, Erdöl, Rapsöl - Biodiesel) treibt einen Generator an und stellt dadurch elektrischen Strom dem Verbraucher zur Verfügung. Ggf. kann der Motor auch direkt eine Maschine oder einen Verdichter (z. B. bei der Drucklufterzeugung) antreiben.

Die Abwärme, welche im Motorblock anfällt (Kühlwasser, Öl), wird über einen Wärmetauscher zur Heizwassererwärmung verwendet. Die im Abgas enthaltene Energie wird ggf. zur Dampferzeugung (Prozesswärme) genutzt und/oder mittels Wärmetauscher zur Brauchwassererwärmung.

Als konventionelle Technologien zur Kraft-Wärme-Kopplung stehen die Dampfturbine, der Verbrennungsmotor sowie die Gasturbine zur Verfügung. Neuere Technologien wie die Brennstoffzelle oder der Stirlingmotor erweitern die bestehenden KWK-Technologien.

Die Verbrennungskraftmaschinen (Motor, Gasturbine) unterscheiden sich insbesondere hinsichtlich der Art der Abwärme. Während bei Verbrennungsmotoren der größte Teil der Abwärme im Kühlwasser anfällt,
wird die Wärme beim Gasturbinenprozess in einem höheren Temperaturbereich durch das Abgas abgegeben. Daraus resultieren u.a. auch die unterschiedlichen Anwendungsfelder dieser beiden Technologien. So werden Gasturbinen insbesondere im Bereich der Industrie zur Bereitstellung von Niedertemperatur-Prozesswärme (bis 500°C) eingesetzt,
während die Motorenanlagen vor allem im Bereich der Raumwärmetemperatur-Bereitstellung ihre Anwendung finden. Insbesondere im Bereich der Raumwärmebereitstellung wird das BHKW-System meistens durch einen Spitzenkessel sowie einen Wärmespeicher ergänzt.



Quelle: Buderus (linkes Bild)
Solarthermie

Solarwärmeanlagen nutzen die Strahlungswärme der Sonne, um Wasser zu erwärmen. Über einen Solarkreislauf wird die Sonnenwärme vom Flach- bzw. Röhren-Kollektor zum Solarspeicher transportiert. Reicht die gewonnene Solarenergie nicht aus, wird das Wasser über die Heizungsanlage nacherwärmt.
Ideale Anwendungsbereiche sind die Bereitung von Warmwasser, Fußbodenheizungsanlagen und Schwimmbäder.

Vorteile: Sonnenenergie als kostenloser Energieträger

Nachteile: Investitionskosten

Quelle: Solvis
 


Photovoltaik

Das Wort Photovoltaik ist eine Zusammensetzung aus dem griechischen Wort für Licht und dem Namen des Physikers Alessandro Volta. Es bezeichnet die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie mittels Solarzellen. Der Umwandlungsvorgang beruht auf dem bereits 1839 von Alexander Bequerel entdeckten Photoeffekt.

Die Solarzellen bestehen in der Regel aus multi- oder monokristallinem Silizium werden aber auch im so genannten Dünnschichtverfahren hergestellt.

Der erzeugte Solarstrom wird über einen Wechselrichter in das öffentliche Netz der Elektrizitätsversorgung eingespeist. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert dem Betreiber einer Photovoltaikanlage die Abnahme und die Vergütung des Stroms durch das örtlich zuständige Energieversorgungsunternehmen.

Vorteile: Sonnenenergie als kostenloser Energieträger, gesetzlich verankerte Einspeisevergütung

Nachteile: Wirtschaftlichkeit steigt mit der Größe der Anlage
 



Quelle: Solvis
Komfortlüftung (mit Wärmerückgewinnung WRG)

Durch zentrale oder Raumweise Be- und Entlüftung sorgen Wohnungslüftungssysteme für rundum gutes Klima im ganzen Haus.

Die einströmende Frischluft wird über feinporige Filter gereinigt und damit von Staub, Pollen und anderen Verunreinigungen befreit. Die Zuluft wird durch die WRG vorgewärmt in die Wohnräume geleitet. Gleichzeitig führt die kontrollierte Wohnungslüftung verbrauchte Luft und Feuchtigkeit mit der Abluft gezielt nach außen ab, deren Wärme in der WRG wieder gespeichert wird.

Damit wird eine bessere Luftqualität als mit sporadischer Fensterlüftung erreicht und der Energieverlust durch unkontrolliertes Lüften minimiert.

Besonders sinnvoll ist der Einsatz dieser Lüftungssysteme in luftdichten Gebäuden mit fugendichten Fenstern, vor allem bei Passivhäusern.
 



Quelle: Buderus